Pflichtangaben in Rechnungen

Da Sie als Unternehmer verpflichtet sind die Rechnung darauf zu prüfen, dass alle Pflichtangaben entsprechenden den Vorgaben des Umsatzsteuergesetzes (insbesonders der §§ 14 und 14a UStG) enthalten sind, haben wir Ihnen diese nachfolgend aufgeführt.
Achten Sie beim Kauf der Software darauf, dass die Anforderungen im Programm umgesetzt sind und Sie diese auf Pflichtangaben auf Ihren Rechnungen wiederfinden.

Anforderungen an eine Rechnung:

  • Vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers und des Leistungsempfängers
  • Finanzamtsbezogene Steuernummer (Nach dem BMF-Schreiben vom 29. 1. 2004 müssen Name oder Anschrift des Finanzamtes nicht genannt werden) oder Umsatzsteueridentifikationsnummer (USt-IdNr.)
  • Ausstellungsdatum der Rechnung
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Menge und handelsübliche Bezeichnung der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung
  • Zeitpunkt der Lieferung bzw. sonstigen Leistung
  • Nach Steuersätzen und -befreiungen aufgeschlüsseltes Entgelt für die Lieferung oder sonstige Leistung
  • Im Voraus vereinbarte Minderungen des Entgelts
  • den anzuwendenden Steuersatz sowie den auf das Entgelt entfallenden Steuerbetrag
  • Im Falle einer Steuerbefreiung ist ein Hinweis auf die Steuerbefreiung erforderlich (z.B. ”Innergemeinschaftliche Lieferung”)
  • Ggf. Hinweis auf die Steuerschuld des Leistungsempfängers (Reverse-Charge-Verfahren), beispielsweise bei Bauleistungen sowie bei Werklieferungen eines im Ausland ansässigen Unternehmers (Einzelheiten siehe § 13 b UStG).

Kleinbetragsrechnungen

Für Rechnungen, deren Gesamtbetrag 150 Euro nicht übersteigt gelten folgende erleichterte Vorschriften (siehe § 33 Umsatzsteuerdurchführungsverordnung - UStDV):

  • vollständiger Name und vollständige Anschrift des leistenden Unternehmers,
  • Ausstellungsdatum der Rechnung,
  • Menge und Art der gelieferten Gegenstände oder die Art und den Umfang der sonstigen Leistung,
  • Entgelt und den darauf entfallenden Steuerbetrag für die Lieferung oder sonstige Leistung in einer Summe (Angabe des Bruttoentgelts = Entgelt inkl. Umsatzsteuer) sowie
  • den anzuwendenden Steuersatz oder
  • im Fall einer Steuerbefreiung ein Hinweis darauf, dass für die Lieferung oder sonstige Leistung eine Steuerbefreiung gilt.

§ 14 Abs. 1 UStG: Erleichterungen bei elektronischer Rechnungsstellung
Quelle: Handelskammer Hamburg

Rückwirkend zum 1. Juli 2011 traten die Erleichterungen zur elektronischen Rechungsstel-lung in Kraft. Nunmehr berechtigen elektronische Rechnungen auch dann zum Vorsteuerab-zug, wenn sie nicht in einem besonders gesicherten elektronischen Verfahren übermittelt wurden. Bislang mussten Rechnungen zwingend mit einer elektronischen Signatur versehen sein bzw. die Daten per EDI-Verfahren versandt werden.

Seit Jahresmitte reicht es aus, wenn der Unternehmer in einem sog. innerbetrieblichen Kontrollverfahren die Rechnung inhaltlich und formal geprüft hat. Wie diese Prüfung im Einzelnen stattfindet, legt der Unternehmer selbst fest. Der Gesetzgeber hat bei der Formulierung des § 14 Abs. 1 UStG den Text der EU-Richtlinie übernommen. Elektronische Signatur bzw. die Übermittlung der Rechnungsdaten per EDI-Verfahren sind auch weiterhin möglich.

Das BMF stimmt derzeit mit den Finanzministerien der Bundesländer ein Anwendungs-schreiben ab, das möglichst schnell veröffentlicht werden soll.
Auch nach der Neuregelung bleibt es dabei, dass der Rechnungsempfänger der Abrechnung per e-Rechnung zustimmen muss.
Ebenfalls unverändert bleiben auch die nach dem UStG erforderlichen Pflichtangaben, die eine Rechnung enthalten muss, um den Vorsteuerabzug zu ermöglichen.

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