E-Bilanz

Unternehmen müssen für das Wirtschaftsjahr 2013, das am 1. Januar 2013 oder unterjährig beginnen kann, zwingend eine E-Bilanz abgeben. Bilanzierungspflichtigen Unternehmen sind dazu verpflichtet, ihre steuerliche Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung elektronisch an das Finanzamt zu übermitteln. 

Die Neuregelung greift erstmals für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2011 beginnen. Ab diesem Stichtag müssen Unternehmen ihren Jahresabschluss elektronisch an das Finanzamt übermitteln. Diese Regelung ist Teil des Steuerbürokratieabbaugesetzes (SteuBAG), das Ende 2008 verabschiedet wurde. Die neue papierlose Kommunikation soll Medienbrüche vermeiden und das Verfahren insgesamt vereinfachen. 
Halten Unternehmen sich nicht an die Verordnung, droht ihnen die Festsetzung von Zwangsgeldern. Nur in besonderen Härtefällen können Unternehmen von der elektronischen Bilanz ausgenommen sein, das gilt voraussichtlich aber nur für kleine Firmen.

 Diese Module müssen elektronisch übermittelt werden:  

  • (Handels-)Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Ergebnisverwendung
  • Kapitalkontenentwicklung (bei Personengesellschaften)
  • Überleitungsrechnung bzw. Steuerbilanz

Für die Finanzverwaltung bieten sich mit der Einführung der E-Bilanz neue Möglichkeiten. Diese reichen von Verprobungen der E-Bilanz mit Steuererklärungen (beispielsweise für die Quellensteuer) bis zu umfassenden Datenauswertungen durch Vergleiche mit Unternehmen der gleichen Branche in Form von Zeitreihen- oder Jahresvergleichen. Dadurch können Auffälligkeiten oder Abweichungen vom Durchschnitt bereits im Veranlagungsverfahren erkannt und Betriebsprüfungsressourcen gezielter dort eingesetzt werden, wo die Finanzbehörde steuerliche Mehrergebnisse erwartet. Einer sachgerechten Umsetzung der E-Bilanz im Unternehmen kommt in diesem Zusammenhang besondere Bedeutung zu.

Weitere Informationen finden Sie auch unter:

www.bundesfinanzministerium.de 
www.esteuer.de

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